Wie äußern sich Dissoziationen (Abspaltungen)

Dissoziationen äußern sich oft durch ungewollte Krisen und Konflikte oder permanentes Unbehagen. Man hat gelegentlich eine vage Ahnung (Co-Bewusstsein), dass da etwas nicht stimmt oder ist, was Probleme verursacht. Man kommt aber irgendwie nicht so recht (von alleine) darauf, was es ist. Im schlimmsten Fall kann man sich aber nach einem Konflikt oder Gefahrensituation gar nicht daran erinner – was auch eine klassische Amnesie sein kann.

Ein häufiges Beispiel dafür, wenn man mit (nicht geschulten) Menschen darüber redet und dem „Kern“ näher kommt, ist folgender „Teufelskreislauf“:

Es wert sich alles in einem dagegen, in sich das zu ändern, wovon man im Grunde weis, dass es das ist, was man ändern müsste – sich und nicht die anderen. Leider vergisst man oft wieder, was es war – warum man eben nichts ändert und sinnlos Energie in Sachen stecken, die nicht (oder nie) funktionieren (negative Kompensation), wenn man Konflikte mit anderen hat.

Das ist schwer zu verstehen und kostet Zeit es zu entdecken. Deswegen muss es auch so oft in der Therapie wiederholt werden – dass man an sich arbeiten muss und es eben nicht funktioniert, dass man den anderen sagt, was sie ändern könnten, damit sich die Dinge zum Besseren wenden.

Zu viele Assoziationen

Paradoxerweise haben Menschen mit dissoziativen Störungen auch oft die Fähigkeit, besonders assoziativ zu denken. Leider ist das nichts weiter als eine Überkompensation gepaart mit einem Sicherheitsmechanismus in der Psyche. Man sucht in allem eine Verbindung und kommt am Ende zu gar keiner Verbindung mehr – bzw. kann sich nicht mehr erinnern, worum es eigentlich ging.

Zur Beruhigung – ab und an hat das jeder Mensch einmal. Erst wenn es ungewöhnlich oft geschieht, könnte es „pathologisch“ sein. Und erst wenn man seinen eigenen „Kern“ genauer betrachtet, wird man auch erkennen, was es sein könnte.

Die Psyche macht das nicht von ungefähr. Zum einen wäre es sehr fatal, wenn wir mit dem Schrecken einer traumatischen Situation dauerhaft „durch die Gegend“ ziehen würden. Denn so könnten wir uns auf nicht anderes mehr gut konzentrieren. Und zum Anderem sollen schreckliche Erfahrungen vor dem „Löschen“ geschützt werden. Denn in denen stecken auch Kompensationsstrategien, die uns haben „überleben“ lassen. Das wäre ja auch fatal, wenn diese „gelöscht“ werden.

Leider sind diese Kompensationsstrategien oft maladaptiv – unpassend – in Alltagssituationen. Insbesondere, wenn die traumatischen Erfahrungen in der Kindheit und Jugend gemacht wurden. Die damit verbundenen Verhaltensweisen sind dann oft recht „infantil“. Wenn jedoch durch einen s.g. Trigger, das Verhaltensmuster – automatisiert – abgerufen wird, können wir das kaum stoppen. Es entstehen neue Konflikte und der Leidensdruck beginnt (erneut).

Es gilt, solche Abspaltungen (dissoziative Persönlichkeitsanteile) zu „re-integrieren“. Damit man wieder Zugriff darauf hat und sie der (erwachsenen) Situation anpassen kann.

Man kann dies durch die Technik des EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) erleichtern oder (wie ich es anbiete) durch die s.g. Fegeatmung – Rekapitulation – kombiniert mit hypnosystemischer Meditation. Es gilt der Psyche (mit dem Körper als Träger und Vermittler) zu vermitteln, dass es in Ordnung ist, wenn wir uns entspannt die Trigger mal genauer anschauen und den erwähnten Persönlichkeitsanteilen vermitteln, dass eine Anpassung an die gegebenen Situationen im „Hier und Jetzt“ sinnvoll ist.

Wer das gerne ausprobieren möchte, kann sich jederzeit bei mir melden. Es spricht für mich auch nichts dagegen, dass mit einer bestehenden Therapie zu verbinden. Meldet euch einfach bei mir für ein Vorgespräch. Dann klären wir alles …

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Andreas Scholz | Kreativ Coach und
psychotherapeutischer Heilpraktiker
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