Warum wird eigentlich immer der selbe Miste gefördert?

Problem der Folgeförderung


Eine Reform ist nötig! Nicht nur der Zuschauer kennt das, „es kommt immer der selbe Mist“. Wies so eigentlich? Es beginnt schon bei der Drehbuchförderung. Das Problem dabei ist das so genannte Packaging – sprich: Wer wird den Stoff mit wem machen. Dadurch steht nicht die Idee im Mittelpunkt, sonder die Personalie – also Stars und Erfolgsverwöhnte.

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Ich will nicht falsch verstanden werden. Als Kreativer ist mir absolut bewusst, dass die Chemie zwischen den Beteiligten stimmen muss. Insofern würde ich mich dagegen verwehren, in die Teambildung einzugreifen. Doch wenn es um die Förderung geht, sieht das schon ganz anders aus.

Wenn immer nur die bekannten gefördert werden, wie soll dann Neues geschaffen werden? Und noch schlimmer. Wer bereist Erfolg hatte, hat es auch noch leichter durch die s.g. Folgeförderung einen weiteren Stoff durchzubringen. Das führt letztlich dazu, dass immer die selber gefördert werden und der Nachwuchs es auch noch schwerer hat, in einer Branche die ohnehin schon hart genug ist.

Warum werden die Stoff-Ideen
bei der Filmförderung nicht anonymisiert?


SkizzeWenn man alle eingereichten Stoffe anonymisiert (das schließt das Geschlecht mit ein) und anschließend eine Gruppe von Experten nur über den Stoff und nicht mehr über Personen entscheidet, entscheidet letztlich die Innovation, die Idee, die Geschichte!

Wenn entschieden wurde, kann die Teambildung wieder frei gewährt bleiben, damit die Künstler frei in ihrer Entscheidung bleiben. Letztlich führt das zu einem positiven Druck auch auf die „Erfolgreichen“, sich mit neuen Ideen und vor allem mit dem Publikum zu befassen! Für die „Kleinen“ wird die Sache fairer, da sie nun endlich eine echte Chance haben auch gefördert zu werden.

Wie das konkret aussehen kann, zeigt uns ausgerechnet das Land Berlin, das ja all zu oft negative Erfahrungen machen musste mit Bauvorhaben. So hat man bei der Vergabe der Bauvorhaben, des Museums der Moderne, eine ganz simple Idee gehabt, nicht immer die Selben an den Zug zu lassen. Die ersten Entwürfe wurden endpersonalisiert!


Die zehn ausgewählten Entwürfe sind im Kulturforum zu sehen.

Laut den Statuten aller Förderungsanstalten sollen künstlerisch wertvolle Projekte, die es kommerziell schwer haben, gefördert werden. Die Praxis ist oftmals das komplette Gegenteil. Warum müssen große amerikanische Studios gefördert werden? Dadurch fehlt es all zu oft an Mitteln die interessanten einheimischen Projekte zu fördern. Verstoßen die Förderanstalten daher nicht gegen die eigenen Statuten?

Damit ich auch hier nicht falsch verstanden werde. Ich bin absolut dafür, dass Amerikaner (oder wer auch immer) bei uns produzieren! Viele Kollegen leben davon. Doch das könnte man auch von den Förderanstalten entkoppeln und als direkte Wirtschaftsförderung abwickeln. So erreichen wir eventuell beides in Deutschland. Internationale Projekte und Hilfe für die Kleinen Innovativen, die dann auch groß werden können und eine Bereicherung für alle sind.


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Kreativ Coach | Andreas Scholz